Winnipeg

Die Heimatstadt von Winnie the Pooh: Gegenwart und Zukunft, Tradition und Moderne, lebendige Geschichte und moderne Unterhaltung: Winnipeg, die faszinierende Stadt der Gegensätze, sollte bei keiner Kanadareise ausgelassen werden.

Traditionelles Kunstgebilde in Winnipeg

Im Grunde ist Winnipeg eine künstliche Stadt. Erst im Jahre 1971 wurde sie quasi per Dekret („Unity Act“) aus den Stadtteilen St. James-Assiniboia, St. Boniface, Transcona, St. Vital, West Kildonan, Ost Kildonan, Tuxedo, Alt Kildonan, Nord Kildonan, Fort Garry und Charleswood verschmolzen. Um eine erneute Aufspaltung und Zersiedlung der Metropole zu verhindern, wurde zudem jedes künftige Bauen auf genau dieses Stadtgebiet beschränkt.

Seit diesem denkwürdigen Ereignis liegt das jährliche Bevölkerungswachstum bei etwa 0,5% – und etwa 87% der Einwohner Winnipegs sind europäischer Herkunft. Die Geschichte der Metropole reicht natürlich deutlich weiter zurück: Am 8. November 1873 wurde die Stadt Winnipeg auf Grundlage des Manitoba Act in der Umgebung von Upper Fort Garry gegründet. Doch zunächst blieben nur wenige der ursprünglichen Bewohner in der neuen Stadt. Erst mit der Industrialisierung und später mit der gestiegenen Nachfrage nach Rohstoffen und Industriegütern begann die eigentliche Zuwanderung.

Im Video: So schön ist Winnipeg!


[„The Peg“, wie die Stadt von ihren Einwohnern oft genannt wird, ist zugleich Hauptstadt und größte Urbanisation von Manitoba.]

Im Herzen Nordamerikas

Auch in vielerlei anderer Hinsicht ist Winnipeg eine bemerkenswerte Stadt: Geographisch liegt sie exakt im Mittelpunkt Nordamerikas und trotz warmer Sommertemperaturen ist sie im Winter die kälteste Stadt der Welt. An fünf Monaten im Jahr liegt die Durchschnittstemperatur unterhalb des Gefrierpunktes! Von Wasserknappheit kann auch in lauen Monaten keine Rede sein. Winnipeg liegt im Überschwemmungsgebiet am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine River. Dass es trotzdem nicht zu Überflutungen kommt, liegt an der Red River Floodway, einer bei Hochwasser geöffneten Flussumleitung und gleichzeitig eine der größten Touristenattraktionen der Stadt.

Armes, kleines Bärenbaby!

Sehenswert ist auch der Winnipeg Aquädukt, der täglich knappe 400 Millionen Liter Wasser aus dem Shoal Lake zum Verbrauch in die Stadt transportiert. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie den „Celebration Circle“, in dem Ureinwohner in bunten Gewändern die geheimnisvollen Gesänge ihrer Ahnen darbieten. Und die erhabenen Ruinen der französischen Basilika gehören wie das historische Börsenviertel und das Lower Fort Garry, einem der ältesten noch intakten Fellhandelsplätze des Landes, zum Pflichtprogramm. Neben zahlreichen historischen Stätten und Museen hat Winnipeg eine enorme Vielzahl an Theatern, Comedy Clubs, Casinos, Bars und Restaurants jeglicher Couleur zu bieten.

Ach ja, die Überschrift dieses Artikels dürfen Sie ruhig wörtlich nehmen. Anno 1914 erwarb der Soldat Harry Coleman ein verwaistes Bärenbaby, das er nach seiner Heimatstadt „Winnie“ taufte und später dem Londoner Zoo vermachte. Sehr zur Freude des kleinen Christopher Milne. Dessen Vater, der Autor und Bühnenschriftsteller A.A. Milne wurde wenig später mit seinen Geschichten um einen kleinen Jungen und dessen Freundschaft zum Bären „Winnie the Pooh“ weltberühmt. Eine Bronzestatue des echten Winnies und seines Adoptivvaters steht heute im ohnehin sehenswerten Assiniboine Park Zoo …

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Info: Winnipeg

Mit seinen etwa 700.000 Einwohnern ist Winnipeg die siebtgrößte Stadt Kanadas.

  • Gründung: 1876
  • Provinz: Manitoba
  • Region: Winnipeg Capital Region
  • Einwohner: ca. 664.000
  • Fläche: 464,01 km²
  • Höhe: 238 m
  • Zeitzone: Central Time (UTC -6)

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Trist nur auf den ersten Blick: das Stadtbild von Winnipeg.

Tolle Graffities und Wandbilder finden sich überall in der Stadt.

Die Esplanade Riel Bridge zählt zu den Wahrzeichen der Stadt.

Idyllische Lagune am Strand des Winnipegsees.

Das Stadion der Winnipeg Blue Bombers (gegründet 1930) glänzt in den Vereinsfarben Blau-Weiß.

Beliebt und sehenswert: Karneval am traditionsreichen „The Forks“ in Winnipeg, dem Treffpunkt in Downtown.

… und noch ein Wandbild in Downtown-Winnipeg.

Hinweise auf Kanadas „first nation“ finden sich überall in Manitoba.

Die Provencher Bridge überspannt den Red River bis nach St. Boniface.

Nachts leuchtet die Gegend um die Esplanade Riel in allen Farben.

Hecla Island ist Teil des 1969 eingerichteten Hecla-Grindstone Provincial Parks.

Seit 1976 unter Denkmalschutz: die altehrwürdige Union Station.

Ein Besuch im Assiniboine Park & Zoo sollte auf keiner Winnipegreise fehlen.

Bildnachweise für diese Seite: Aufmacher: Downtown Winnipeg, Manitoba (480009) by Robert Linsdell  (Ausschnitt, flickr.com – CC 2.0), Galerie (zeilenweise von links oben): Foto 1und 2 by tpsdave (Pixabay – CC0 Public Domain), Foto 3 by koreyann1239 (Pixabay – CC0 Public Domain), Foto 4 by guy_dugas (Pixabay – CC0 Public Domain), Foto 5 by Moeesha (Pixabay – CC0 Public Domain), Carnival at The Forks by AJ Batac( flickr.com – CC 2.0), Foto 7 by tpsdave (Pixabay – CC0 Public Domain), Foto 8 by ptdh (Pixabay – CC0 Public Domain), provencher bridge winter © kreefa #1805790 – fotolia.com, color my city © JonRob #546227 – fotolia.com, hecla island in Manitoba © geewhi #1751697 – fotolia.com, Union Station @ Winnipeg und Assiniboine Park & Zoo – Gateway to the Arctic by Erik Araújo (flickr.com – CC 2.0). Sidebar: alle Städte-, Provinz- und Territorialflaggen by Wikimedia Commons (CC0 – Public Domain), buch lesen 4 © Patrizia Tilly – fotolia.com #2751009.

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